I. Gruppe / Jagdgeschwader 7 "Nowotny"
  Zielanflug
 





Ihr steht nun auf der Rollbahn. Jetzt checkt ihr den Kurs, in den eure Startrichtung verweist. In diesem Fall starten wir in Richtung Süden (Kurs 180). Öffnet dann die Karte und zeichnet euch in Gedanken die Flugroute nach, die ihr zu fliegen habt (schwarze Linien). Das geht natürlich nur ungefähr. Da ihr euch vorher die Koordinaten zu den einzelnen WPs eingeprägt habt, wisst ihr, dass WP2 ungefähr in "AP15 Numpad 1" liegt. Das habt ihr euch für jeden Wegpunkt gemerkt. Am besten, ihr habt es euch sogar aufgeschrieben. So ist sichergestellt, dass ihr sicher zu den WPs findet, denn ihr wisst, welchen Kurs ihr ungefähr fliegen müsst und wo sie liegen. 

Wir haben inzwischen Startfreigabe und heben ab. Nach der Kehrwende schlagen wir ungefähr Kurs 035 ein. Wann sind wir aber in "AP15 Num. 1"? Dazu müsst ihr nun aus dem Fenster sehen und das was ihr seht mit dem, was euch die Karte zeigt, abgleichen. Seid vorgewarnt, wie in diesem Fall ist die Karte nicht hundertprozentig genau. Sie gibt die Flussläufe nur in etwa an. Das reicht aber voll und ganz aus. Ein bisschen Fantasie kann durchaus mit eingebracht werden. Da ihr euch zuvor markante Punkte gemerkt habt, wie z.B. die zwei Hauptflussläufe, die bei Kiew zusammenfließen und sich nach Norden immer weiter aufspalten, wisst ihr, auf was ihr zu achten habt. Ihr müsst die Punkte nun nur noch am Boden identifizieren. Wagen wir mal einen Blick aus dem Cockpit. 




Wenn wir nun die Karte dazu öffnen, dann sehen wir, dass wir uns zunächst irgendwo zwischen den beiden großen Flussläufen befinden. Nun müssen wir das noch genauer bestimmen. Beim "Nachrechtsschauen" haben wir eine Stadt entdeckt, die durch  einen Fluss geteilt wird, wobei sich der Fluss aufteilt. Wenn wir eine solche Stelle auf der Karte suchen, dann sehen wir, dass es sich um die Stadt Oster handelt, die da rechts von uns liegt. Bevor der Fluss aus Süd-Westen Richtung Oster einläuft, macht er nach Westen einen kleinen Bogen. Den seht ihr auf der Karte und direkt vor dem roten Kreis auf dem Boden. Wir sind also westlich ungefähr auf Höhe dieses Bogens. Somit ist unsere Position in "AP14" zwischen den "Numpads 5-3"(Anmerkung: Die Numpadbestimmung geht ohne Icon nur grob). WP2 liegt aber in "AP15 Num 1". Wir müssen unseren Kurs (wir sind offensichtlich etwas davon abgekommen) also in nord-östliche Richtung korrigieren. Neuer Kurs wird dann etwa 340 (+,- 10°). 

Wir haben WP2 erreicht und passiert und sind nun mit neuem Kurs (ca. 047) Richtung Ziel unterwegs. Um dauerhaft den Überblick zu behalten und die Orientierung zu behalten schauen wir ab und zu aus dem Fenster. Ein weiterer Kontrollblick verrät uns Folgendes:




Wir sehen diesmal auf der linken Seite eine markante Stelle. Es handelt sich um eine kleinere Stadt, die von einem großen Waldstück umschlossen ist. Schauen wir uns die Form des Waldes genauer an und interpretieren wir diesen auf der Karte, so stellen wir fest, das das Dorf Salonovagura sein muss. Wir befinden und östlich davon. Da der Wald noch bis unter die Sichtgrenze reicht, lässt sich schließen, dass wir noch über dem östlichen Waldstück sind, das in etwa die Form eines ausgelatschten Stiefels hat (bella italia). Somit müssen wir uns ungefähr in "AQ17 Num 2-3" befinden. 

Wir halten weiter unseren Kurs 047 und kommen näher an das Ziel. Nun sehen wir uns am Horizont um, weil man das Zielgebiet ja eventuell schon erkennen kann. 




Der Blick auf den Horizont verrät uns sogar schon sehr viel, obwohl wir in diesem Moment das Zielgebiet nur grob schätzen können. Dies gelingt uns durch Abgleich der Karte und dem, was wir sehen. Wir sehen auf der Karte, dass sich das Ziel bei Chermgow befindet. Dieses liegt direkt hinter einem von drei nach nord-westlich verlaufenden Flussausläufern. Schauen wir also mal, ob wir diese Flussausläufe identifizieren können. Na wer sagts denn, direkt voraus befindet sich schon der erste unter dreien (1). Schnell noch den Wald an der linken unteren Sichtgrenze registriert, wir sind also in "AR18 Num 3". Aber zurück am Horizont, lässt sich gleich der nächste Auslauf finden, der zudem der größte der dreien ist. Bei (2) sieht man seine weiteren Verzweigungen. Wenn wir nun unsere Augen scharf stellen, sehen wir bei (3) den dritten Auslauf. Unser Ziel liegt also auf 12 Uhr unterhalb, jedoch noch weit entfernt an der Sichtgrenze. 
Dennoch nähern wir uns unerschricken dem Ziel. 
Ein weiter Check des Horizonts lässt nun die Stadt klar erkennen. 




Nun ist es an der Zeit, sich die Gegebenheiten der Umgebung am Zielort genauer anzusehen. Die Markierung des Bodenziels sagt aus, dass sich das Ziel an der Straße, die östlich aus der Stadt führt, befindet. Wenn wir Glück haben, ist diese Markerung ziemlich genau und wir müüsen nich lange suchen. Wir halten also Ausschau nach der Straße. Wir fliegen noch etwas näher ran. 
Straße gesichtet! Beginne Anflug. 






 
Nicht einmal eine Minute später sichten wir auch schon das Ziel. Beginne Angriff auf die Fahrzeuge.

 
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