I. Gruppe / Jagdgeschwader 7 "Nowotny"
  Bf 109 G-Serie
 

BF 109G-Serie

 
 
Mit der G-Serie der Bf 109 beginnt die Messerschmitt allmählich an Leistungsfähigkeit zu verlieren. Obwohl die Anfangsmodelle G1, G2, G3 und G4 noch recht ordentliche Leistung aufweisen, geht es mit der G5 und G6 steil bergab. Erst die G14 und die G10 können ab 1944 leichte Abhilfe schaffen. Mehr im Detail gesprochen, kann die G1 und G2 an die F4 anknüpfen. Im Vergleich sind die beiden Modelle zwar weniger stark in der Kurve, dennoch weisen sie mehr Leistung und eine bessere Beschleunigung auf. Deutlichstes Manko gegenüber der F-Serie stellt jedoch die zusätzliche Panzerplatte über dem Kopf des Piloten am Sitz dar. Dadurch wird die Sicht nach hinten im Grunde unmöglich. Bessere Panzerung gegenüber der F-Serie machen sich auch im Gewicht deutlich. Die G3, die mehr eine Art Aufklärungsvariante ist, erweist sich als ebenfalls ein sehr gut zu fliegendes Sysgtem. Da mit der G5 praktisch ein drastischer Leistungseinbruch bei der Messerschmitt darstellt, werden die Eigenschaften gesondert betrachtet. 



G1,G2,G3,G4:

Flugeigenschaften: 
Diese Varianten der G-Serie zeichnen sich durch gute Kurvenleistungen aus und glänzen vor allem mit der sehr guten Beschleunigung, sodass man mit der Messerschmidt grundsätzlich fast jeden Feind abhängen kann. Auch in kritischen Situationen lässt sich diese 109 gut steuern. Beachten sollte man bei der 109, dass sie gerne einen leichten Rechtsdrall hat. Dieser muss manuell ausgeglichen werden, da wie bei allen anderen Messerschmitts nur die Höhenruder trimmbar sind. Die Ruder sprechen gut auf die Knüppelbewegung des Piloten an, wenngleich sie auch drastisch an Wirkung verlieren, wenn man bei hohen Geschwindigkeiten unterwegs ist.


Handhabung:
Diese Varianten der G-Serie sind ähnlich in ihrer Handhabung wie ihr Vorgänger. Sie lassen sich einfacher steuern, weil sie gut und ruhig in der Luft liegen. Zudem sind sie auch in Grenzbereichen mit etwas Übung zuverlässig und gut zu beherrschen. Instrumente, Hebel und Knöpfe sind im Cockpit gut und sinnvoll angeordnet, was den Überblick erleichtert. Lediglich die versperrte Rücksicht macht diese Varianten etwas schwieriger zu händeln. 


Bewaffnung:
Eine MG 151/20 Nasenkanone und zwei MG 17 sind bei diesen Varianten Programm. Es können jedoch zusätzliche Rüstsätze angebracht werden, welche die feuerkraft deutlich erhöht. Nun ist die 109 aber auch in der Lage, bis zu 500kg Bombenlast zu tragen. Das Arsenal reicht dabei von Streubomben (AB) über Spreng- bzw. Hochexplosiv-Bomben bis hin zu Panzerbrechenden Bomben.Gondel-MGs können so zusätzlich die Feuerkraft erhöhen, machen das Flugzeug aber deutlich schwerfälliger.  


Schutz/Panzerung:
Die G1-4 weißt ein hohes Maß an Schutz auf. Es ist möglich durch die starke Panzerung auch einige Kugeln aus 0.30 cal. Geschützen zu absorbieren, sodass nur sehr geringer bis kein Schaden entsteht (gilt v.a. für Rumpf). Der Pilot ist also optimal geschützt, denn die Panzerung zählt bei diesen Varianten zu den Vorteilen. 


Störanfälligkeit:
Die G1-4 ist eine sehr zuverlässige Maschine, die außer wenn man mit der Propellerblattstellung spielt, kaum Fehler verursacht. Motor und Ruder bilden dabei aber eine besondere Schwachstelle. Die Klappen werden schneller gestört, als es einem lieb ist, auch wenn es nicht so der Fall ist, wenn man eine Spitfire zum vergleich heranzieht. 


Als Zwischenfazit lässt sich ziehen, dass die G1-4 eine noch sehr gute Waffe auf dem Schlachtfeld darstellt, die sich durch genannte Vorzüge auszeichnet. Wie andere Bf 109 sind auch diese Varianten nicht so ganz für den Kurvenkampf ausgelegt, sondern sind eher durch Ausnutzung des Beschleunigungsvorteils als "Geier" unterwegs. Feinde sollten auch vor diesem Systemen  den nötigen Respekt aufweisen. 



G5, G6, G14:

Flugeigenschaften:
Von der G5 an erweist sich die Bf 109 eher als ein schweres und träges Flugzeug, das vor allem in der Kurve probleme hat. Sie lässt sich zwar gut steuern, dennoch sind reagieren die Ruder indirekt, was zusammen mit dem hohen Gewicht eine unzureichende Kurvenleistung zur Folge hat. Wie jede andere Bf 109 sind aber auch diese Varianten ziemlich schnell und beschleunigen sehr gut. Hier empfiehlt sich also eine "Boom and Zoom Taktik" gegen den Feind. Hier ist ebenfalls zu beachten, dass die Bf 109 in den beschriebenen Varianten in der Kurve sowohl als auch im vertikalen Kampf sehr schnell Energie verliert. Es ist daher ratsam, sich nicht allzulange in einen Kurvenkampf einwickeln zu lassen. Die Messerschmitt fliegt man in diesen späten Kriegsjahren sowieso eher in der Gruppe. 


Handhabung:
Die G5, G6 und G14 in all ihren Ausführungen sind im Grunde wie alle anderen Messerschmitt-Varianten einfach in ihrer Handhabung. Ein Drei-Stufen-Klappensystem, automatische Propellerwinkel-und Kühlersteuerung machen das Motormanagement (zumindest in Il2 1946) sehr einfach. gerade durch das Klappensytem lassen sich diese präzise im Luftkampf einseten. Da die 109 aber immer leicht nach links driftet, ist es schade, dass lediglich das Höhenruder trimmbar ist. Durch das relativ angenehme Flugverhalten fällt dies aber weniger ins Gewicht. Manko ist wieder einmal die sehr schlechte Sicht nach hinten (außer G5 und Erla-Ausführungen). 


Bewaffnung:
Die Bewaffnung ist hier verbessert worden. Es wurde mit zwei motormontierten MG 131 (13mm) die nur 7.92mm MG 17 ausgetauscht. Zudem gibt es nun die Möglichkeit, das 20mm MG 151/20 durch eine MK 108 30mm Motorkanone zu ersetzen. Unterschiedliche Rüstsätze machen die Bf 109 sehr vielseitig einsetzbar, denn sie ist ein Flugzeug, das auch schnell in die Luft und anschließend an den Einsatzort kommt. Alles in allem behält die Messerschmitt ihre sehr gute und vorallem präzise Feuerkraft.


Schutz/Panzerung:
Die G5, G6 und G14 sind wiederum Varianten der 109, die ziemlich gut gepanzert sind. Dies erlaubt z.B. auch, dass direkte Treffer mit großkalibrigen Waffen auf den Rumpf unter Umständen abosrbiert werden. Auch Treffer in den Flügel führen in der Regel nicht zum sofortigen Abreißen. Stattdessen kann man auch mit einem Flügeltreffer noch einiger maßen gut steuern.Lediglich der Motor ist nicht so gut geschützt. Schon wenige Treffer eines Bordschützen können zu dessen Ausfall führen. 


Störanfälligkeit:
Störungsanfällig ist vor allem der Motor. Bei entsprechenden Varianten führt das Einschalten der MW50-Einspritzung zum Motorversagen. Deshalb muss man bei deren Nutzung sehr vorsichtig sein. Am Besten, man schaltet sie beim Start,noch bevor man den Motor anlässt ein oder im Flug, nachdem man die leistung auf unter 40% gedrosselt hat und die Umdrehungszahl einen Wert von ca. 1500-2000 unterschritten hat. Zusätzlich sei euch geraten, die Finger von der mauellen Propellerwinkeleinstellung zu lassen. Dies führt meist sofort zum Motorausfall. Klappen müssen bei hohen Geschwindigkeiten mit Vorsicht genutzt werden. vergesst ihr, diese rechtzeitig wieder einzufahren, werden sie gestört. Hierbei hilft jedoch der Signalton, der bei ausgefahrenen Klappen ertönt. Ansonsten sind auch die Bf 109 G5, G6 und G14 nicht wirklich störanfällig. 


Zusammenfassend sind diese Varianten der Messerschmitt sehr vielseitig einsetzbar. Im Luftkampf lässt die Performance jedoch zu wünschen übrig. Durch intensives Training und ein gutes taktisches Verständnis kann jedoch auch diese Herausforderung gemeistert werden, vor allem, wenn man sich nicht alleine in den Kampf stürzt. 


Die Bf 109 G10 wird gesondert erwähnt, weil sie vor allem im Luftkampf andere Eigenschaften aufweist. Sie stimmt zwar in den restlichen Eigenschaften mit den zuvor angesprochenen Spätkriegsmodellen überein, jedoch zeigt sich die G10 um Welten agiler im Luftkampf. Aus eigener Erfahrung ist die G10 in dieser Kategorie der späten Modelle der beste Luftkämpfer. Sie ist schnell, wendig und sehr gut zu fliegen. Zwar kann sie auch nicht mit den feindlichen Modellen wie der Spitfire mithalten, aber durch die gute Beherrschung im Grenzbereich, machen sie in hektischen Situationen gengen unerfahrenere Piloten zu einer guten Waffe. Die zusätzliche MW50-Einsprizung ist eine sehr gute Leistungssteigerung vor allem im Luftkampf. Es sei euch also geraten, wenn ihr die Möglichkeit habt, eine G10 insbesondere der Ausgführungen C3 oder Erla zu wählen, dann tut das auch. Übt mit diesen Flugzeugen intensiv, denn das bringt wirklich sehr viel, weil man vor allem in den Jahren ab 1943 zunehmend unterlegen ist, was die Flugzeuge betrifft.
 
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