I. Gruppe / Jagdgeschwader 7 "Nowotny"
  Bf 109 E-Serie
 

Bf 109 "Emil"

Das erste deutsche Flugzeug, das für uns wichtig ist, ist die Bf 109 E1. Dieses 1939er Modell ist der erste deutsche Jäger, den man auf bestimmten Karten fliegen kann/muss. Ihre Gestalt ist typisch für die gesamte E-Serie. Sie war im Allgemeinen mit einem DB 601 A-1-Motor mit 990 PS Startleistung ausgerüstet. Dieser Motor verfügte bereits über eine Benzin-Einspritzung, was eine Kraftstoffflussunterbrechung bei negativen G-Belastungen verhinderte. Die E-Serie besitzt bereits ein Dreistufen-Klappensystem (auf Il2 1946 angewendet) und automatische Kühler-und Propellerwinkelregelungen. Durch das Drehmoment des Motors hat die Maschine einen leichten Linksdrall.


Flugeigenschaften:
Die E1 ist sehr manövrierfähig und ihren Kontrahenten leistungstechnisch überlegen. Sie ist sehr schnell für das Jahr 1939. Auch in schwierigen, instabilen Situationen, hält sich die E1 gut in der Luft, was sie für den Dogfight gut eignet. Sie besitzt eine gute Rollrate und kurvt relativ eng. Ihre größte Stärke ist dennoch ihr Leistungsvorteil.


Handhabung:
Die E1 lässt sich hervorragend handhaben und einfach steuern. Sie verzeiht auch gröbere Behandlung der Ruder, weshalb sie sich sehr stabil und ruhig fliegen lässt, auch in Grenzbereichen. Das Cockpit der E1 ist sehr übersichtlich und lässt einen guten Blick nach hinten zu. 


Bewaffnung:
Die E1 ist mit 4x 7.92mm-MG17 ausgestattet. Dafür besitzt sie reichlich Munition. Die Waffenwirkung des MG17 ist jedoch nicht allzu stark, weshalb man es am besten gegen Motoren, das Cockpit oder die Höhenruder einsetzt.


Schutz/Panzerung:
Die E1 bietet einen relativ guten Schutz vor feindlichem Beschuss und kann auch einige Treffer einstecken. Dennoch sollte auf die Ruder acht gegeben werden, denn diese gehen durch feindliches Feuer gerne mal kaputt.


Eine Weiterentwicklung der E1 ist die E3 Variante. Die E3 ist mit demselben Motor wie die E1 ausgerüstet und weist also ähnliche Leistungen auf. Dennoch ist die Steigfähigkeit der E3 etwas besser und sie ist auch ein wenig schneller, da sie auch mit einem DB 601Aa mit 1050 PS Startleistung ausgerüstet sein kann. 


In allen Eigenschaften stimmt die E3 mit der E1 im Wesentlichen überein. Es gibt nur geringe Unterschiede.


Ein Hauptunterschied besteht darin, dass die E3 mit 2x MG17 und 2x 20-mm-MG FF in den Tragflächen bewaffnet ist. Diese steigern die Waffenwirkung der E3. Jedoch ist die Schussanzahl der Kanonen auf 60 Schuss pro Kanone beschränkt. Das entspricht einem Dauerfeuer von ca. 10 Sekunden. 


Eine weitere Verbesserung der E-Serie wurde durch die E4 erreicht. Diese besitzt eine überarbeitete Cockpithaube und eine verbesserte Munitionsart für die 20mm-Geschütze. Somit konnten die aerodynamischen Eigenschaften verbessert werden, was die E4 leistungsstärker macht. Des Weiteren ist die E4-Variante die erste 109 mit automatischer Propellerblattverstellung.


Ein Problem der E-Serie, das bis zur E7 nicht gelöst wurde, war die geringe Reichweite. 


Weitere Varianten der E4 sind z.B. die E4/B. Das B ist bezeichnend für die Jagdbombervariante, die eine Zuladung von 250kg mitführen kann. Die E4/N ist sogar etwas leistungsstärker als andere Varianten der E-Serie, was durch den DB 601 N mit 1020 PS Startleistung mit erhöhte Verdichtung (100-Oktan-C3-Benzin) erreicht wird.


Die E4/BN ist dabei die Jabo-Version der E4/N.


Mit der E7-Variante folgt die letzte Jäger und Jabo Version der E-Serie. Die E7 hat den nötigen Zusatztank für höhere Reichweiten und weist durch ein leicht abgewandeltes Design bessere aerodynamische Eigenschaften auf.Zudem ist sie mit der E7/N-Variante nochmals leistungsstärker als ihre Vorgänger wegen einem besseren Motor.


Die E7/Z ist eine Höhenjäger-Variante, die denselben Motor wie die E7/N besitzt, jedoch mit zusätzlicher GM-1-Einspritzung für höhere Leistung in größerer Höhe.
 
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